Für mehr psychische Gesundheit

 

Wie wir gerade in der aktuell angespannten Situation psychisch gesund bleiben und langfristig für mehr Wohlbefinden sorgen.

Derzeit befinden wir uns in einer außergewöhnlichen Zeit: Neben den alltäglichen Herausforderungen sowohl im Berufsleben als auch im privaten Bereich kämpfen wir global gegen das Corona-Virus. Verhaltensmaßnahmen, um unsere Mitmenschen zu schützen, sowie das Einhalten von Hygiene-Regeln und vieles mehr stellen auch noch zusätzliche Belastungen dar, die sich negativ auf das psychische Wohlgefühl auswirken können.

Umso mehr sind wir gefordert, auf uns selbst zu achten und die Anzeichen unseres Körpers richtig zu deuten, um ebensolchen Belastungen wirkungsvoll entgegenzutreten.

Dazu gibt es zahlreiche Tipps, Tricks und Handlungsstrategien, die für jede und jeden von uns individuell von Bedeutung sind, aber auch allgemeine Ratschläge, deren Einhaltung positiv auf die Psyche wirken. Diese Empfehlungen umfassen 10 einfache Maßnahmen, welche dabei helfen, unsere Seele zu entlasten und uns ausgeglichener zu fühlen.

Im Folgenden sollen diese 10 Hilfestellungen genannt und kurz erläutert werden, um einen Überblick über die wirkungsvollen Schritte zur Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit zu bekommen, beginnend mit

   Schritt Nummer 1: Darüber reden

Es mag zunächst banal klingen, über die eigenen Probleme zu sprechen und sich mit anderen über Sorgen und Ängste auszutauschen, um etwas Gutes für die Seele zu tun. Aber vor allem in der aktuellen und anhaltenden Corona-Krise ist es von großer Bedeutung, ständig kreisende Gedanken auch laut auszusprechen. Wichtig ist es, dass wir uns unseren Vertrauten mitteilen, wir uns ihnen anvertrauen und wir es ihnen erlauben, uns zu helfen. Vielen fällt es auch schwer, mit anderen über sich und über die eigene innere Unruhe zu sprechen, weil sie andere damit nicht belasten wollen. Fakt ist aber, dass durch das Mitteilen und in weiterer Folge durch eine Standortbestimmung andere Perspektiven aufgezeigt werden können, die eine mögliche schwierige Situation nicht mehr ausweglos erscheinen lassen. Nur durch das Sprechen über unsere Probleme kann uns nämlich auch geholfen werden. Und dies führt sogleich auch zu

  Schritt Nummer 2: Um Hilfe fragen

Denn um Hilfe zu bitten, wenn wir selbst nicht mehr weiterwissen und uns Situationen sehr stark belasten, gehört zu den mutigsten Handlungen. Wir gestehen uns selbst nicht immer gerne ein, an einem Punkt angelangt zu sein, an welchem wir keinen Ausweg mehr sehen. Und genau dann ist es von großer Notwendigkeit, andere ins Vertrauen zu ziehen und um Hilfe zu bitten. Denn unsere Mitmenschen erkennen sehr wohl, dass es uns nicht immer gut geht, und wollen uns gerade dann beistehen. Wichtig ist es auch, in scheinbar ausweglosen Situationen den Glauben an sich selbst und an die Fähigkeit, Herausforderungen entgegentreten zu können, nicht zu verlieren. Genau so, wie es auch der nächste Schritt beschreibt.

  Schritt Nummer 3: Sich nicht aufgeben

Denn in angespannten Zeiten ist es von Wichtigkeit, dass wir uns nicht aufgeben und uns gerade in solchen Situationen auf unsere Stärken und unsere Fähigkeiten besinnen. So und mithilfe unserer Vertrauten, die uns durch schwierige Phasen leiten, setzen wir Ressourcen frei, die es ermöglichen, auch solche Lebensabschnitte zu überstehen. Und unsere eben genannten Stärken und Fähigkeiten führen auch zum nächsten Schritt, nämlich zu

  Schritt Nummer 4: Sich selbst annehmen

Wir müssen uns ebenso unserer eigenen Begabungen bewusst werden und diese auch explizit benennen können. Und dabei sollten die Stärken genauso im Vordergrund stehen wie die Schwächen, denn wenn wir auch unsere schwächeren Eigenschaften kennen, können wir diese unter anderem mithilfe unserer Mitmenschen ausgleichen. Unsere Vertrauten helfen uns dabei, jede Lebenslage gut zu meistern, aber dafür müssen wir den Kontakt zu ihnen auch pflegen, was auch sogleich näher beschrieben wird.

  Schritt Nummer 5: In Kontakt bleiben

Unsere Familie, Freund*innen und Bekannten bilden nämlich unser Auffangnetz auch in herausfordernden Situationen. Wenn wir ihre Hilfe brauchen, uns ihnen anvertrauen wollen, dann müssen wir dafür sorgen, dass diese Kontakte auch regelmäßig gepflegt werden. Und so, wie wir ihre Hilfe brauchen, benötigen sie auch manchmal unsere Unterstützung. Dieser Rettungsanker, der auf Gegenseitigkeit basiert, ermöglicht einen anderen/besseren Blick auf mögliche schwierige Lebensumstände. Wenn wir die gegebene Situation erst einmal für uns selbst verdauen müssen, bevor wir uns anderen anvertrauen, so hilft es auch, den Kopf an der frischen Luft und mithilfe von Bewegung freizubekommen. So lautet auch der nächste Schritt für mehr psychische Gesundheit.

  Schritt Nummer 6: Aktiv bleiben

Mit Bewegung und Sport und dem Genießen der Außenwelt aktivieren wir unsere körpereigenen Ressourcen, Stärken und Kräfte. Damit schaffen wir einen guten Ausgleich zu möglichen Belastungen im Arbeitsalltag oder zu Stresssituationen im Privatleben. Unseren Körper bewusst zu spüren und wahrzunehmen, indem wir ihn fordern und fördern, entschleunigt und reduziert das heute oftmals zu hohe Lebenstempo. Und nach körperlichen Aktivitäten fühlen wir uns befreit und erfreuen uns auch der Gewissheit, uns selbst etwas Gutes getan zu haben. Sodann können wir auch unseren Mitmenschen befreiter gegenübertreten und empfinden ein Wohlgefühl auch hinsichtlich gemeinsamer Planungen.

     Schritt Nummer 7: Sich beteiligen

Mit der Teilnahme an gemeinsamen Aktivitäten sorgen wir nämlich auch dafür, dass wir uns selbst nicht aus unserem sozialen Netzwerk ausgrenzen. Wie bereits in Schritt Nummer 5 erläutert ist der Kontakt zu anderen essenziell für unser psychisches Wohlbefinden. Wir erleben uns dadurch nicht als EinzelgängerIn, sondern als Gemeinschaft und können uns sicher sein, dass uns unsere Vertrauten auch in herausfordernden Lebenslagen unterstützen. Wie wir unsere Gefühle, Sorgen und Ängste auch auf einem anderen Weg zum Ausdruck bringen können, wird im nächsten Schritt für mehr psychische Gesundheit erläutert.

  Schritt Nummer 8: Etwas Kreatives tun

Denn unsere Stärken und Fähigkeiten, nicht nur auf unsere Persönlichkeit, sondern auch auf unsere kreativen Begabungen und Talente bezogen, können auch im kreativen Tun zum Ausdruck gebracht werden. Und dieses kreative Schaffen kann auch wesentlich dazu beitragen, unseren psychischen Belastungen entgegenzuwirken, da wir sie auf diese Weise greifbar machen. Im Schreiben, Musizieren oder Malen und vieles mehr drücken wir unsere Wünsche, unsere Gedanken, die Sehnsüchte und Träume, aber eben auch die Sorgen aus und können sie damit bewusst benennen und gegebenenfalls auch lösen. Und zugleich sorgt das kreative Gestalten dafür, dass wir uns selbst entspannen und uns Aktivitäten fernab des Alltagsstresses widmen. Dieser wichtige Punkt zur Aufrechterhaltung des seelischen Wohlbefindens wird im Schritt Nummer 9 ausführlicher beschrieben.

  Schritt Nummer 9: Sich entspannen

Wie nämlich auch bereits unter Schritt Nummer 6 erläutert müssen wir unser Lebenstempo auch hin und wieder bewusst drosseln, um nicht von einer Stresssituation in die nächste zu stolpern. So dürfen wir uns auch Pausen gönnen, uns auf der Couch entspannen, lediglich bewusst ein- und ausatmen und belastende Situationen ausblenden, um für uns selbst wieder Kraft zu tanken. Sich diese Auszeit in der heutigen schnelllebigen Zeit und unter dem Gesichtspunkt einer weltweiten Krise zu gewähren, ist deswegen auch von noch größerer Bedeutung. Und die Entspannungsphasen im Alltag lassen uns auch wieder zu Atem kommen, optimistisch und positiv weitermachen und neue Herausforderungen auch als Chance sehen zu lernen. Denn die Offenheit gegenüber neuen Dingen führt nun auch zum letzten Schritt für mehr psychische Gesundheit.

  Schritt Nummer 10: Neues lernen

Wenn wir nämlich aufgeschlossen Neuem gegenüber bleiben, uns für Unbekanntes interessieren und dies auch bewusst annehmen, setzen wir unserem Leben auch wichtige neue Impulse, die dafür sorgen, des Lebens nicht müde zu werden. Ein Buch, eine Dokumentation oder Recherchearbeiten zu Themen, die uns interessieren könnten, sind deswegen auch unabdingbar und bewirken, dass wir Herausforderungen zulassen und ihnen mit Freude und Selbstbewusstsein entgegentreten.

Demnach müssen wir versuchen, uns bewusst auf diese 10 Schritte für mehr psychische Gesundheit einzulassen und sie in weiterer Folge auch verinnerlichen, damit wir wissen, was wir in bestimmten Situationen brauchen, an wen wir uns wenden können und wie wir mit unseren psychischen Belastungen adäquat umgehen können. So tun wir auch langfristig etwas für unser seelisches Wohlbefinden und blicken dem Unbekannten mit mehr Optimismus, einer positiveren Einstellung und mit dem Wissen, nicht alleine zu sein, entgegen.

Weitere Informationen, Tipps und Tricks sowie unsere Postkarte mit den 10 Schritten für psychische Gesundheit finden Sie auf unserer Website. Klicken Sie dazu einfach auf das nachstehende Beispielbild unserer Postkarte “schau auf di! – 10 wirkungsvolle Schritte für mehr psychische Gesundheit”.

Veröffentlicht am: 14.10.2020