Unsere Aufgaben

Warum die Arbeit von pro mente steiermark so wichtig ist

Die Prognosen sind besorgniserregend: Die adäquate Behandlung psychischer Erkrankungen werde eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Bereits heute hat jede/r Dritte zumindest einmal im Leben mit psychischen Problemen zu kämpfen. Mit der Schwere und Dauer der Krankheit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie den Betroffenen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft erschwert. Eine Entwicklung, die wiederum negative Folgen bei der Bewältigung der Krankheit mit sich bringt. Ein Teufelskreis.

Genau hier setzt die Arbeit von pro mente steiermark an: diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Uns geht es nicht darum, eine kurzzeitige Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands der von uns betreuten Menschen zu erzielen. Unsere Hilfsangebote sind vielmehr so ausgerichtet, dass sie die seelische Gesundheit langfristig fördern, die positiven Ressourcen jeder und jedes Einzelnen ausschöpfen und dem erneuten Auftreten von psychischen Krisen vorbeugen.

 

Wie wir arbeiten

  • Wir entwickeln gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen Angebote, deren Ziel es ist, die psychische und soziale Gesundheit zu fördern, zu erhalten oder wiederherzustellen.
  • Gemeinsam finden wir jenes Hilfsangebot aus unserem Spektrum, das am besten passt. Denn selbst bei gleicher Diagnose sind die Auswirkungen von psychischen Erkrankungen und die Bedürfnisse von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
  • Wichtig ist uns, Betroffenen Hilfe an ihrem Wohnort bzw. so gemeindenah wie möglich anzubieten, damit sie ihr gewohntes Umfeld nicht verlassen müssen.
  • Psychisch kranke Menschen werden oft damit konfrontiert, was sie alles nicht mehr können. Wir richten unser Augenmerk auf ihre Stärken und Ressourcen, die es gemeinsam wieder zu aktivieren gilt.
  • Wir arbeiten nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Während ihrer Teilnahme bei pro mente steiermark geben wir Betroffenen das Rüstzeug mit auf den Weg, das sie brauchen, um in Zukunft psychische Krisen leichter zu bewältigen oder zu vermeiden.
  • Wir denken nicht in strengen organisationsbezogenen Mustern. Vorrang hat bei uns immer das Wohl jeder einzelnen Teilnehmerin und jedes einzelnen Teilnehmers. Wo immer es erforderlich ist, arbeiten wir eng mit anderen Organisationen zusammen.
  • Wir bekennen uns zu den Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Was wir erreichen wollen

  • Wir wollen die Kooperation mit Betroffenen, Angehörigen und Professionalisten weiter forcieren. Ziel ist ein flächendeckendes Netz an Unterstützung und Einrichtungen.
  • Eine unserer Hauptaufgaben ist die Integration von psychisch kranken Menschen in das soziale Gefüge und damit verbunden die Schaffung notwendiger struktureller und gesellschaftlicher Voraussetzungen.
  • Die breite Öffentlichkeit über psychische Beeinträchtigungen zu informieren, betrachten wir daher als gesellschaftspolitischen Auftrag. Wir wollen aufzeigen, wo die Wurzeln psychischer Probleme liegen und welche gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Auswirkungen sie haben.
  • Es ist uns ein Herzensanliegen, dass psychische Beeinträchtigungen keinen Tabus und Vorurteilen mehr unterliegen. Betroffene Menschen sollten keine Angst davor haben müssen, aufgrund ihrer seelischen Probleme diskriminiert zu werden.