pro mente hat Graz mit Flashmob aufgeweckt

Rund 70 GrazerInnen, denen es auf den Wecker geht, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen noch immer stigmatisiert werden, kamen am Montag, 28. Oktober am Grazer Hauptplatz beim Aufwecker-Flashmob zusammen und ließen mit lautem Weckerläuten aufhorchen.

Mit dem Glockenschlag der Rathaus-Uhr um Punkt 11 Uhr hieß es für die Flashmob-Teilnehmer/innen erst einmal „Freeze“. Eine Minute später „wachten“ sie aus ihrer Erstarrung auf, zückten Wecker und Handywecker und ließen diese mit voller Lautstärke läuten. Der Hintergrund der Aktion ist ein ernster und unbequemer: Jede/r vierte Steirer/in erkrankt mindestens (!) einmal im Leben an einem psychischen Leiden. Dennoch ziehen es Studien zufolge an die 70 Prozent der Betroffenen vor, ihren Mitmenschen nichts von ihrer Erkrankung zu erzählen, aus Angst davor, ausgegrenzt, belächelt oder als nicht vollwertig angesehen zu werden. Mit dem Flashmob wollte pro mente steiermark darauf aufmerksam machen, dass es höchst an der Zeit ist, die Ausgrenzung der Menschen und das Stillschweigen über die Thematik zu brechen.

 

Flashmob für die psychische Gesundheit